Empfehlungen

INTERSEKTIONALE ALLIANZEN: Klasse ist nicht alles – aber ohne Klasse ist alles nichts!
Ein Einstiegsworkshop zu Klassenbewusstsein und Intersektionalität vom AFLR Köln
Woran denken wir überhaupt wenn wir über verschiedene “Klassen” sprechen? Was heißt es, ein Bewusstsein über seine “Klasse” zu haben? Was bringt uns das? Und wieso ist ein intersektionales Verständnis dabei so wichtig? Wo begegnen uns heute Klassenverhältnisse (im Alltag) in ihren intersektionalen Verstrickungen?
In dem Workshop geht es darum einen Einstieg und eine Übersicht zu bekommen was Klasse im Verhältnis zu Intersektionalität für den politischen Kampf bedeuten könnte. Wir holen uns dabei auch Inspiration von Beispielen intersektionaler Klassenkämpfe aus der Geschichte.
Mittwoch, 3. März, 17 Uhr. Dauer: 3h. Offen für alle Positionierungen, mit Anmeldung an aflrkoeln@riseup.net (Name und Positionierung)

Reproduktive Gerechtigkeit – eine Frage der Klasse!
Vortrag und Diskussion mit Brigitte Theißl und dem SoFiKuS Marburg
Weltweit kämpfen Feminist*innen für den freien Zugang zum Schwangerschaftsabbruch. Ungewollt Schwangere sind dabei nicht nur mit gesetzlichen Hürden und einer Kriminalisierung konfrontiert, Abtreibung ist eine Klassenfrage. Reproduktive Gerechtigkeit umfasst aber mehr als den individuellen Zugang zu Verhütung und Schwangerschaftsabbruch. Bei der Frage, wer unter welchen Bedingungen wie viele Kinder bekommen kann, spielen klassistische und rassistische Strukturen eine entscheiden Rolle. Der Input greift Beispiele auf, wie Unterdrückungsverhältnisse auf die reproduktive Selbstbestimmung wirken und wie klassistische Zuschreibungen die Diskussion um den Schwangerschaftsabbruch bestimmen.
Donnerstag, 4. März, 18.30 Uhr, BigBlueButton.

Klassismus und Wissenschaft
Buchvorstellung mit anschließender Debatte mit Riccardo Altieri und Bernd Hüttner
2020 kann rückblickend durchaus als Klassismus-Jahr betrachtet werden. So hat die Corona-Krise Klassenunterschiede nicht nur verschärft, sondern bisweilen erst für viele sichtbar gemacht. Immer mehr Betroffene von klassistischen Ausgrenzungsmechanismen melden sich seitdem zu Wort – auch und insbesondere in der Wissenschaft. Dort sind Zugangsmöglichkeiten und Aufstiegschancen in den letzten 40 Jahren einem Transformationsprozess unterlegen, der es Kindern aus nicht-akademischen Haushalten immer schwerer macht, sich in der Wissenschaftswelt zu etablieren.
18.03.2021, 18:30 – 20:30 Uhr, Zoom.

Anonyme Arbeiter:innenkinder
Austausch und Vernetzungstreffen für Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen, die von Klassismus betroffen waren oder sind
Wie äußert sich klassistische Ausgrenzung im Kulturbereich? Was ist unsere gelebte Klassenerfahrung? Was wollen wir verändern? Wie können wir uns solidarisieren und aktiv werden?
Das Treffen findet im Rahmen der Fleetstreet Residenz von der Hamburger Tänzerin und Choerografin Verena Brakonier statt. Sie beschäftigt sich in ihrer aktuellen Recherche CLASS MATTERS – IMMER NOCH mit Klassismus mit Fokus auf Kunst und Kultur.
Dienstag, 23. März, 19 Uhr, Jitsi.