Empfehlungen

Klasse und Kampf. Ein politisches Manifest über die feinen Unterschiede, die eine Gesellschaft in Oben und Unten teilen
Digitale Buchpremiere mit den HerausgeberInnen Maria Barankow und Christian Baron
Was bedeutet es, in einem reichen Land in Armut aufzuwachsen? Zur „Unterschicht“ zu gehören und dafür ausgelacht und ausgegrenzt zu werden? Sich von seinem Herkunftsmilieu zu entfernen, aber die eigenen Wurzeln nicht verraten zu wollen? Und dennoch im neuen Milieu nie wirklich anzukommen? Deutschland gibt sich gerne als ein Land, in dem Klasse unsichtbar ist. In dem die Chancen auf Bildung und Wohlstand für alle gleich sind. Klasse und Kampf räumt mit diesem Mythos auf. 14 Autor*innen schreiben in persönlichen Essays über Herkunft und Scham, über Privilegien und strukturelle Diskriminierung, über den Aufstieg und das Unwohlsein im neuen Milieu. Zusammen ergeben ihre Stimmen ein vielschichtiges Manifest von großer politischer Kraft. Mit Beiträgen von Christian Baron, Bov Bjerg, Arno Frank, Lucy Fricke, Kübra Gümüsay, Schorsch Kamerun, Pinar Karabulut, Katja Oskamp, Sharon Dodua Otoo, Francis Seeck, Anke Stelling, Olivia Wenzel.
Dienstag, 13. April, 19 Uhr, Volksbühne digital.

Alltägliche Lebensführung als Arbeit. Wie Frauen im „prekären Ruhestand“ über die Runden kommen
Vortrag mit anschließender Diskussion vom Anti-Klassismus-Referat StuVe LMU München
Basierend auf ihrer vielbeachteten Studie „Kein Ruhestand. Wie Frauen mit Altersarmut umgehen“ (2019) wird uns Prof. Dr. Irene Götz am 30. April 2021 Einblicke in die Lebenswelten und -geschichten einer mit Scham behafteten und in ihrer Alltäglichkeit unsichtbaren Realität geben. Ein besonderer Fokus wird auf der Verflechtung von Alter, Geschlecht und Klasse liegen (zusammen mit anderen Kategorien, etwa Migrant*innenstatus oder -zuschreibung).
Freitag, 30. April 2021 um 18:30. Die Zugangsdaten erhalten Interessierte nach vorheriger Anmeldung an anti-klassismus@stuve.uni-muenchen.de.